Wiimagazin
MAGAZIN FÜR Nintendo WII
[Szenenews]   [Spieletests]   [Previews]   [Reports]   [Cheats]   [Community]   [Downloads]   [Shopping]
SPIELETEST
Tony Hawk: RIDE
„Tony Hawk: RIDE“ ist der neueste Ableger einer kommerziell stets erfolgreichen gewesenen Serie. Der vor nunmehr zehn Jahren veröffentlichte erste Teil definierte das virtuelle Skateboarding neu, ein Jahr später erreichte die Serie mit „Tony Hawk’s Pro Skater 2“ ihren Höhepunkt. Anschließend ging es leider erst stetig bergab, dann wieder etwas bergauf. Um der Serie wieder ordentlich Feuer unter dem Hintern zu machen und alle Skateboard-Fans unter euch vor die Konsolen zu locken, haben sich Activision und Robomodo für „Tony Hawk: RIDE“ etwas völlig Neues einfallen lassen: Einen Controller, der einem richtigen Skateboard nachempfunden ist. Richtig gehört: Ihr spielt das Spiel nicht mit Wiimote und Nunchuk, dem Dual Shock 3 oder dem Xbox 360 Controller, sondern mit einem Skateboard. Mit einer UVP von 110 Euro schlägt das Paket jedoch kräftig zu Buche. Ob Spiel und Skateboard-Controller ihr Geld wert sind, erfahrt ihr in diesem Review!

Bevor es losgeht, müsst ihr erst einmal Batterien in das Skateboard einlegen – diese liegen dem Paket aber bei, ihr müsst sie also nicht extra kaufen. Mit eurer Konsole kommuniziert das Board über Funksignale, alles andere wäre auch schwachsinnig gewesen. Ganz wichtig ist, dass das Skateboard auf einem geeigneten Untergrund liegt. Mit „geeignet“ ist an dieser Stelle ein nicht zu dicker bzw. ein dicht gewebter Teppich gemeint. Auf zu weichen Teppichen besteht das Problem, dass Bewegungen zum Teil nicht mehr erkannt werden können. Auf Fliesen solltet ihr auch nicht spielen, weil sonst die Gefahr des Wegrutschens besteht. Sofern ihr Fliesen in eurem Spielzimmer habt, solltet ihr euch auf jeden Fall eine rutschfeste Matte besorgen! Wichtig ist auch, dass ihr nicht barfuß oder nur mit Socken auf das Board steigt. Ihr benötigt Schuhe, die ausreichend Halt bieten. Euer Stand muss sicher sein, sonst braucht ihr mit dem Spielen erst gar nicht anfangen. Wir haben das Spiel auf verschiedenen Böden und mit unterschiedlichen Fußbekleidungen getestet und dabei himmelweite Unterschiede festgestellt!

Des Weiteren müsst ihr euch an den neuen Controller erst einmal gewöhnen. Nur gut, dass das Spiel ein Tutorial bietet, in dem euch alle wichtigen Funktionen gezeigt werden. Für einen Ollie müsst ihr beispielsweise die Nase des Bretts hochziehen, für einen Nollie hingegen das Heck. Grabs vollführt ihr, indem ihr mit einer Hand den Sensor an der Seite berührt, gelenkt wird über Gewichtsverlagerungen. Natürlich sind auch deutlich komplexere Tricks möglich, doch wenn es um die Ausführung dieser geht, offenbaren sich gewisse Schwächen. Nicht selten werden eure Bewegungen vom Skateboard nicht richtig erkannt und ihr führt Tricks aus, die ihr eigentlich gar nicht ausführen wolltet. Mit Übung lässt sich die Lage zwar verbessern, doch Perfektion könnt ihr unmöglich erreichen. Das dürfte vor allem für die Leute unter euch ärgerlich sein, die auch in der Realität Skateboard fahren. Realistisch ist „Tony Hawk: RIDE“ definitiv nicht. Aber im Grunde kann das Spiel auch gar nicht realistisch sein, Skateboard-Controller hin oder her: Echte Sprünge solltet ihr mit dem Teil tunlichst vermeiden, zudem bleibt ihr schlicht und ergreifend immer auf einem Punkt stehen.

Das Herzstück von „Tony Hawk: RIDE“ ist der Herausforderungsmodus, wobei viele Herausforderungen frustrierend schwer sind, weil eure Tricks halt nicht immer richtig erkannt werden. Im Trick- und Rennmodus sieht die Welt besser aus, ganz ohne Frust lässt sich der Free-Run-Modus spielen. In diesem könnt ihr tun und lassen was ihr wollt! Schade ist hier nur, dass die ganzen Locations ziemlich klein sind und es kaum etwas zu entdecken gibt. Der Aufbau der Skatespots ist allerdings sehr gut, theoretisch sind alle denkbaren Trickkombinationen möglich. Dumm nur, dass ihr sie niemals ausführen werdet – selbst mit ganz viel Übung nicht. Die Bewegungserkennung des Boards lässt es einfach nicht zu. Einen Mehrspielermodus bietet „Tony Hawk: RIDE“ auch, jedoch in einer anderen Form als gedacht. Um Zwischenfälle zu vermeiden, skatet immer nur einer – die anderen müssen anschließend dann zeigen, dass sie besser sind. Da die Ausführung vieler Tricks reine Glückssache ist, solltet ihr diese Wettkämpfe aber nicht zu ernst nehmen. Habt ihr gerade keine Kollegen bei euch daheim, könnt ihr euch natürlich auch über das Internet Gegenspieler suchen.

Grafisch ist „Tony Hawk: RIDE“ gut gelungen, die Locations sehen allesamt hübsch aus und die Animationen der Skater sind stets flüssig. Hinzu kommt ein wirklich cooler Skater-Soundtrack, der im Endeffekt leider das Beste am ganzen Spiel ist.
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
 Kommentar schreiben  Eigenen Test schreiben / senden  Zurück
Weitere Infos zu "Tony Hawk: RIDE"
01.09.10:Sonic Free Riders (Knuckles and Tails Gameplay) (Spieletrailer)
17.08.10:Joy Ride (Spielescreens)
16.08.10:Tony Hawk: SHRED (Reveal Trailer) (Spieletrailer)
16.08.10:Neuer Trailer zu Tony Hawk: SHRED! (News)
Tony Hawk: RIDE bei Cheat.de suchen
Tony Hawk: RIDE im Cheatsforum suchen
Tony Hawk: RIDE im Spielechat diskutieren
 Drucken  Weiterleiten
SCREENSHOTS
Für Großansicht auf das jeweilige Bild klicken.




WEITERE SPIELETESTS
Metroid: Other M
Crazy Machines
The Kore Gang: Invasion der Inner-Irdischen
Family Party: Winter Fun
Der Bauernhof
LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4
Super Mario Galaxy 2
Crazy Quiz - Are you crazy enough?
Prince of Persia: Die vergessene Zeit
Iron Man 2
[Alle] [0-9] [A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I] [J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [X] [Y] [Z]