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Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars
Während sich PlayStation 3- und Xbox 360-Spieler mit „Tekken 6“, „Street Fighter IV“, „BlazBlue“ und anderen hochkarätigen Prügelspielen die Zeit vertreiben können, gucken Wii-Spieler allzu oft in die Röhre. Doch die Zeit des Jammerns ist vorbei: Ab sofort steht mit „Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars“ ein Wii-exklusives Prügelspiel in den Läden. Was der 2.5D-Fighter zu bieten hat, erfahrt ihr in diesem Review! „Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars“ beinhaltet 28 beliebte Charaktere aus den Häusern Capcom und Tatsunoko und lässt euch so u.a. in die Rollen von Chun-Li („Street Fighter 2“), Ryu („Street Fighter“), Morrigan („Darkstalkers“), Roll („Mega Man“), Viewtiful Joe („Viewtiful Joe“), Yami („Okami“), Ken the Eagle („Science Ninja Team Gatchaman“), Tekkaman („Tekkaman: The Space Knight“), Doronjo („Yatterman“) und Hakushon Daimao („The Genie Family“) schlüpfen. Grundsätzlich müsst ihr euch vor jedem Kampf für zwei Charaktere entscheiden, jedoch gibt es zwei Ausnahmen – doch dazu später mehr. Es reicht also beileibe nicht aus, wenn ihr euch auf einen Kämpfer bzw. eine Kämpferin spezialisiert – siegen könnt ihr nur, wenn ihr ein Tag-Team perfekt beherrscht. Ihr dürft den anderen Charakter jedoch nicht als Aushilfe für den anderen sehen, die dann ins Spiel kommt, wenn euer Star kurz vor der Bewusstlosigkeit steht.

Vielmehr müsst ihr die Fähigkeiten beider kombinieren und den Tausch dann vollziehen, wenn es gerade strategisch vorteilhaft erscheint. Ein Tausch kann ja zum Beispiel die Combo des Gegners unterbrechen – oder euch kurzfristig ungeschützt sein lassen. Natürlich gilt das auch für euren Gegner, weshalb ihr potenzielle Chancen jederzeit ausloten müsst. Das Kampfsystem hinter „Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars“ ist vielfältig, aber dennoch einfach zu verstehen. Selbst die mächtigsten Spezialattacken lassen sich mit relativ simplen Tasten-Kombinationen entfesseln. Und sollten euch drei Angriffstasten noch zu viel sein, könnt ihr auch eine vereinfachte Steuerung wählen, die einen Knopf für reguläre Attacken und einen anderen für Spezialangriffe reserviert. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr bereits nach 30 Minuten alle Möglichkeiten ausgeschöpft habt. Ihr könnt Spezialangriffe auch aneinanderreihen oder Lebensenergie für zusätzliche Schlagkraft opfern, zudem verfügen natürlich alle Charaktere über ihre eigenen Fähigkeiten. Erst nach vielen, vielen Stunden ist euch klar, was eure Kämpfer und Kämpferinnen wirklich können! Und es geht ja auch nicht nur um die Offensive, sondern auch um die Defensive. Wenn ihr gegnerische Attacken nicht abwehren könnt, bringen euch die besten Offensiv-Fähigkeiten nichts.

„Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars“ kann wahlweise ausschließlich mit der Wiimote, mit der Wiimote und dem Nunchuk, mit einem Classic-Controller oder einem GameCube-Controller gespielt werden. Keine dieser Varianten ist deutlich besser oder schlechter als eine andere, ihr habt also die uneingeschränkt freie Wahl. Zu Beginn dieses Tests war von zwei Durchbrechungen des Team-Charakters des Spiels die Rede. Diese heißen namentlich Gold Lightan (aus „Golden Warrior Gold Lightan“) und PTX-40A (aus „Lost Planet: Extreme Condition“) und sind aufgrund ihrer enormen Größe und Stärke stets alleine unterwegs. Dennoch stören sie die Spielbalance, sie sind einfach zu stark. Abgesehen hiervon ist die Balance jedoch sehr gut gelungen. Bedauerlicherweise haben die Entwickler auf einen echten Storymodus verzichtet, als Solist könnt ihr daher nur im Arcade, Survival, Time Attack oder Trainingsmodus antreten. Ihr könnt zwar auch zwei Minispiele freischalten (guckt dafür einfach mal in unseren Cheats-Bereich), doch ändert das nichts an der Tatsache, dass der Dauerspaß an diesem Spiel in erster Linie aus dem Zweispielermodus resultiert.

Wenn ihr gerade keinen Mitspieler bei euch daheim habt, eure Wii aber an dem Internet hängt, könnt ihr euch online einen Gegenspieler suchen. Bedauerlicherweise könnten die Such-Kriterien beschränkter kaum sein – ihr könnt nicht einmal erkennen, ob euer zukünftiger Kontrahent eine gute oder schlechte Internetverbindung hat. Und es gibt nichts schlimmeres, als mit einer schlechten Verbindung zu spielen – Lags in Prügelspielen zerstören einfach jeden Spielspaß. Leute, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt, packt ihr daher am besten sofort auf eure Liste. Grafisch und tonal ist „Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars“ genauso beeindruckend wie spielerisch. Besonders die Spezialattacken könnten besser kaum aussehen, hier muss sich die Wii vor PlayStation 3 und Xbox 360 keineswegs verstecken! Schön ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Spiel stets flüssig läuft. Und sofern ihr Japano-Pop nicht abstoßend findet, müsste euch auch der Soundtrack gefallen.
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
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