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Anno 2007 veröffentlichte Nintendo mit „Endless Ocean“ ein Spiel, das die Spielergemeinde spaltete: Die einen wussten die durch das Spiel vermittelte ruhige Atmosphäre zu schätzen, anderen war bereits nach zehn Minuten langweilig. Für den Nachfolger – „Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“ – hat sich Entwickler Arika daher ein paar Neuerungen einfallen lassen. Ob das Konzept aufgeht, erfahrt ihr in unserem Test!
„Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“ versetzt euch in die Rolle eines jungen Tauchers, der sechs völlig neue Unterwassergebiete zu erkunden hat. Ihr bereist unter anderem die Ägäis, das arktische Eismeer, die Tropen und sogar den Amazonas. Wenn ihr mögt, könnt ihr ganz ohne Drang einen Tauchgang nach dem anderen unternehmen und die unterschiedlichsten Meerestiere kennenlernen. Ihr trefft auf unzählige Fische, majestätische Wale, Delphine, Pinguine und allerlei anderes Unterwassergetier. Nicht alle Lebewesen sind euch freundlich gesonnen: Wenn euch mal ein Raubfisch zu nahe kommt, könnt ihr ihn aber mit einer sogenannten Pulsar-Pistole auf Distanz halten. Keine Sorge, ihr verletzt die Tiere durch den Beschuss nicht! Mit der Pulsar-Pistole könnt ihr sogar kranke Fische heilen, wofür euch diese natürlich dankbar sind – auch wenn sie das nicht zeigen.
Erstmals könnt ihr das Wasser auch verlassen und unterschiedliche Landtiere beobachten, beispielsweise die anfangs erwähnten Pinguine oder sogar Eisbären. Selbstverständlich gibt es in den Tiefen der Meere auch viele Geheimnisse zu entdecken. Mit einem speziellen Gerät könnt ihr euch auf die Suche nach Schätzen begeben, außerdem warten einige Unterwasserhöhlen und Schiffswracks auf euch. Wenn ihr genug vom freien Erkunden habt, könnt ihr zahlreiche Aufträge in Angriff nehmen. Ihr sollt zum Beispiel ein Korallenriff beschützen, etwas Bestimmtes finden oder Fotos für ein Magazin machen. Für absolvierte Aufträge erhaltet ihr Geld, das ihr in neue Ausrüstungsgegenstände investieren dürft. Besonders sinnvoll sind zum Beispiel größere Sauerstofftanks, mit denen ihr deutlich länger Unterwasser bleiben könnt.
Wie bei echten Tauchgängen, so habt ihr auch in „Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“ teilweise mit der Orientierung zu kämpfen. Besonders in größeren Tiefen passiert es euch immer wieder, dass ihr auf einmal nicht mehr wisst, wo oben und wo unten ist. Auch sonst fühlt sich die Steuerung ziemlich realistisch an. Aufgrund des großen Widerstandes, den das Wasser bietet, könnt ihr euch nur sehr behäbig bewegen. Aber schnelle Bewegungen sind auch gar nicht von Nöten: „Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“ ist – wie bereits der Vorgänger – die spielgewordene Ruhe. Dieses Spiel eignet sich wunderbar zum Entspannen – nach der Schule, der Universität oder der Arbeit. Wenn ihr nach einem stressigen Tag keine Lust mehr auf stressige Videospiele habt, seid ihr hier definitiv an der richtigen Adresse.
Wenn ihr mögt, könnt ihr auch einer Freundin oder einem Freund online einen Besuch abstatten und gemeinsam tauchen gehen. „Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“ unterstützt Wii Speak, ihr könnt euch auf euren Tauchgängen daher sogar unterhalten. Die Möglichkeit, mit einer SD-Speicherkarte eigene Lieder in das Spiel zu importieren, haben die Entwickler leider gestrichen. Die Soundkulisse ist nämlich die einzige Schwachstelle von „Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres“. Unterwasser hört man zwar auch in der Realität nicht ganz so viel, aber wenn ihr gerade durch ein tropisches Meer taucht, vor eurem Fenster aber ein Lastkraftwagen vorbeifährt, dann ist das nicht sonderlich atmosphärisch.
Aber okay. Dafür ist das Spiel grafisch wirklich beeindruckend, zumindest wenn ihr Unterwasser unterwegs seid. Die Überwasser-Abschnitte sind noch überarbeitungsbedürftig, vor allem die virtuellen Menschen sehen nicht so toll aus. Die Meerestiere sind hingegen wunderschön, fast genauso schön wie die echten. Auch dürft ihr euch an einigen sehr hübschen Lichteffekten erfreuen.
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| SCREENSHOTS |
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