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Das zum Start der Wii veröffentlichte „Red Steel“ war ein echter Hoffnungsträger, versprach das Spiel doch durch eigene Bewegungen gesteuerte Schwertkämpfe und mehr. Leider konnte der Titel den Erwartungen nicht gerecht werden. Fast vier Jahre sind seitdem vergangen, an ein „Red Steel 2“ hatten viele Action-Fans gar nicht mehr geglaubt. Jetzt steht das Spiel jedoch in den Läden – was es auf dem Kasten hat, erfahrt ihr in diesem Test! Setzte der erste Teil noch auf Yakuza-Schergen als Feinde und ein modernes Setting, spielt „Red Steel 2“ in einer typischen Eastern-Welt: Ihr rennt also durch Umgebungen, die an den Wilden Westen erinnern, aber mit asiatischen Gebäuden bebaut sind. Ihr seid ein Mitglied des Kusagari-Clans und müsst Rache an denen üben, die Chaos über eure Heimatstadt Caldera gebracht haben. Um „Red Steel 2“ spielen zu können, benötigt ihr Wii MotionPlus, also diese Erweiterung für die Wiimote, die hinten an diese angesteckt wird. Aber keine Sorge, falls ihr dieses Gimmick noch nicht euer Eigen nennt: Wii MotionPlus liegt dem Spiel bei, einen Aufpreis im Vergleich zu anderen Vollpreis-Spielen müsst ihr nicht löhnen. Falls ihr nun aber gehofft habt, dass eure Hiebe mit der Wiimote eins zu eins auf euer virtuelles Katana übertragen werden, dann dürftet ihr nun enttäuscht werden: „Red Steel 2“ übernimmt eure Bewegungen nicht direkt, doch lösen eure Aktionen die verschiedensten Moves aus.
Zu Beginn verfügt ihr nur über wenige Techniken, doch mit der Zeit schaltet ihr immer wieder neue frei. Euren Schwertkampfstil könnt ihr so sehr abwechslungsreich gestalten, was aber auch bitter nötig ist, denn die euch entgegen geworfenen Feindtypen sind für unterschiedliche Attacken anfällig. Nur selten passiert es, dass das Spiel eine eurer Bewegungen nicht richtig erkennt und etwas anderes als erwünscht macht – den Spaß am Schwertkampf mindern diese kleinen Aussetzer nicht. Natürlich verfügt euer virtuelles Alter Ego nicht nur über ein Schwert, sondern auch über unterschiedliche Bleispritzen. Erfreulicherweise ist es dennoch nicht so, dass das Schwert überflüssig wird – gut voran kommt ihr nur, wenn ihr alle Waffen geschickt miteinander kombiniert. „Red Steel 2“ ist unzweifelhaft deutlich besser als der erste Teil, aber beim besten Willen nicht perfekt: Außer kämpfen macht ihr nicht viel, außerdem eignet sich das Spiel nicht für längere Gaming-Sessions: Wenn ihr eine oder zwei Stunden mit der Wiimote herumgefuchtelt habt, wird euer Arm müde. Das hat jedoch auch etwas Gutes: So spielt ihr das Spiel nicht bereits am ersten Abend durch. „Red Steel 2“ ist nämlich – wie die allermeisten Actionspiele – nicht sonderlich umfangreich – nach acht oder neun Stunden seht ihr bereits die Endsequenz.
Eine große Enttäuschung ist in diesem Zusammenhang, dass die Geschichte nie richtig in Fahrt kommt und dann zusätzlich überaus schlapp endet. Bot das erste „Red Steel“ noch einen Mehrspielermodus, so ist das beim zweiten Teil nicht mehr der Fall. Das ist aber nicht weiter tragisch: Die Schwertkämpfe würden eh nur einen Duellmodus sinnvoll erscheinen lassen – und wer will sich schon immer nur mit anderen Spielern duellieren? Die ganzen sonst für Shooter typischen Mehrspielermodi wären hier doch einfach belanglos. Man benötigt keine Features, nur um sie auf der Verpackung bewerben zu können. Optisch setzt „Red Steel 2“ auf die seit einigen Jahren relativ beliebte Cel-Shading-Technik: Die Charaktere sehen allesamt ziemlich gut aus, die Umgebungen bieten regelmäßig jedoch zu wenige Details. Mehr Herzblut hätte auch der Sound vertragen können: Einige Sprecher geben sich nicht wirklich Mühe, der Soundtrack ist einfach nicht packend. Es gibt halt ein paar asiatisch angehauchte Klänge, aber nur weil etwas „fremd“ klingt, heißt das ja noch lange nicht, dass es für eine spannende Atmosphäre sorgt.
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| SCREENSHOTS |
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