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SPIELETEST
Monster Hunter 3
Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Capcom hat „Monster Hunter 3“ (auch „Monster Hunter Tri“ genannt) nicht für PlayStation 3 entwickelt, sondern für Nintendo Wii. Das ist bedauerlich – für die, die keine Wii besitzen. „Monster Hunter 3“ ist nämlich zweifelsohne der beste Teil der Serie. Warum? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht! Für Außenstehende mag „Monster Hunter 3“ wie ein reines Actionspiel wirken, doch wenn ihr die Serie kennt, dann wisst ihr, dass das nicht zutrifft. Taktik, Ausdauer und Geschick spielten schon im ersten Teil für PlayStation 2 die erste Geige und das ist dieses Mal nicht anders. Erfreulicherweise hat Capcom das Tutorial des Spiels sehr attraktiv gestaltet – selbst die blutigsten Neulinge unter euch können einen relativ schnellen Einstieg in das Geschehen finden. Ihr bekommt zwar nicht alle Features erklärt, doch immerhin die wichtigsten – und das ist für die ersten Stunden durchaus ausreichend. Manche Sachen müsst ihr alleine herausfinden, was aber nicht weiter tragisch ist: Wenn die Einführung in ein Spiel geglückt ist, macht es einfach Spaß, etwas selbst herum zu experimentieren. Ihr dürft jedoch nicht erwarten, dass sich „Monster Hunter 3“ euch bereits nach ein paar Stunden vollständig offenbart hat: Selbst nach dutzenden Stunden trefft ihr noch auf irgendwelche neuen Monster, die von euch noch einmal ein Umdenken erfordern. Neben den vielen kleinen Biestern machen auch einige richtig große Brocken die Welt des Spiels unsicher. Zum ersten Mal mit von der Partie ist beispielsweise der übermächtige Unterwasserdrache Lagicarus, den ihr jedoch nur besiegen könnt, wenn ihr optimal vorbereitet seid.

Und eine optimale Vorbereitung erreicht ihr in „Monster Hunter 3“ nicht, indem ihr euch mal eine Stunde hinsetzt und ein paar kleine Monster jagt – vielmehr müsst ihr stundenlang Materialien sammeln, neue Rüstungen und Waffen schmieden und das Verhalten des zu jagenden Monsters analysieren. „Augen zu und durch“ funktioniert auch in „Monster Hunter 3“ nicht. Euer Charakter erhält keine Erfahrungspunkte und er steigt auch keine Stufen auf – es geht wirklich nur um eure Taktik und Ausrüstung. Doch selbst mit der vermutlich besten Ausrüstung und Strategie erfordern die allermeisten Kämpfe ein Höchstmaß an Geduld. Ihr dürft euch nicht wundern, wenn eine Jagd mal mehr als eine Stunde in Anspruch nimmt. Der besondere „Kick“ kommt in „Monster Hunter 3“ natürlich auch von der schieren Größe einiger Biester: Was gibt es denn pompöseres als einen Drachen, der so groß wie die Freiheitsstatue in New York ist? Nichts. Und das Gefühl, so ein Biest zu Fall gebracht zu haben, ist einfach unbeschreiblich. In kaum einem anderen Spiel machen sich solche Erleichterungsgefühle breit, wenn eine Mission als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann. Für eine erfolgreiche Jagd ist der neue Classic Controller Pro empfehlenswert. Wenn ihr ihn noch nicht habt, könnt ihr ihn euch im Bundle mit dem Spiel kaufen. Mit Wiimote und Nunchuk lässt sich „Monster Hunter 3“ zwar auch spielen, doch funktioniert das einfach nicht so gut: Mit dem Classic Controller Pro könnt ihr viel schneller reagieren und präziser steuern – und das ist bitter nötig, wenn euch ein Drache seinen Schwanz um die Ohren haut.

Natürlich besteht das Spiel nicht nur aus anspruchsvollen Kämpfen: Ihr könnt in eurem Heimatdorf den unterschiedlichsten Nebentätigkeiten nachgehen und zum Beispiel Pflanzen anbauen und ernten. Es macht auch Spaß, mal keine Mission anzunehmen, sondern die Welt einfach so zu erkunden. Ihr könnt nicht nur völlig unterschiedliche Landschaften besuchen, sondern auch viele interessante Orte entdecken. Und selbstverständlich dürft ihr auch mit anderen Spielern gemeinsam auf die Jagd gehen und exklusive Online-Missionen erfüllen. „Monster Hunter 3“ unterstützt Wii Speak, mit der entsprechenden Hardware könnt ihr also mit den anderen Jägern reden. Das ist sehr empfehlenswert, um Strategien abzusprechen, doch ist Wii Speak nicht so wichtig wie der Classic Controller Pro, den ihr euch auf jeden Fall bevorzugt kaufen solltet. Grafisch ist „Monster Hunter 3“ das wohl schönste Spiel auf der Wii: Kein anderer Titel bietet so detailreiche Umgebungen und Monster. Die nebenstehenden Screenshots lassen euch nur erahnen, wie gut dieses Spiel wirklich aussieht! Selbst auf Xbox 360 oder PlayStation 3 hätte Capcom „Monster Hunter 3“ in dieser Form veröffentlichen können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Trotz der optischen Opulenz gerät das Spiel auch niemals ins Stocken, was die ganze Sache noch beeindruckender macht. Unterlegt werden die Kämpfe mit einem treibenden Orchester-Soundtrack, hinzu kommt ein Monstergebrüll, das diesen Namen verdient hat – auch in Bezug auf den Sound gehört „Monster Hunter 3“ zur Elite!
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
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03.09.10:F.E.A.R. 3 (Passing of the Torch Trailer) (Spieletrailer)
31.08.10:Die Sims 3 Barnacle Bay (Spielescreens)
26.08.10:Close Combat: Cross of Iron v3.50.01 (Spielepatches)
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